Nach Absage des Stadtvorstands folgt „Nein“ des Oberbürgermeisters

Die dritte Ausgabe des Mainzer Wintermarkts findet nicht statt. Nachdem der Mainzer Stadtvorstand das alternative Fest im Januar auf dem Frauenlobplatz bereits abgelehnt hatte, konnte auch im direkten Gespräch mit dem Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) keine Lösung gefunden werden.
 
„Für uns ist das eine ganz bittere Nachricht“, sagt Musikmaschine-Chef Moritz Eisenach. Er habe wie die Ko-Veranstalter von der „Fiszbah“ und dem Verein „Armut & Gesundheit in Deutschland“ gehofft, dass der Kompromiss, den Wintermarkt im Februar anzubieten, funktionieren würde. „Die normalerweise kältere Witterung in diesem Zeitraum wäre ein natürlicher Schutz für den Boden gewesen. Zudem hätte unser Fest auch zeitlich noch weiter von Weihnachten entfernt gelegen und vielleicht hätte so wirklich jeder verstanden, dass diese Veranstaltung nichts mit Weihnachten zu tun hat.“ Ganz abgesehen vom inhaltlichen Konzept und dem Programm unter dem Motto „Kunst statt Kerzen“.
 
Dieses Verständnis wurde seitens der Stadtverwaltung offenbar nicht aufgebracht, denn das zunächst vorgebrachte Gegenargument, dass „Wintermärkte dem Anlass entsprechend rund um Weihnachten, also im Dezember, stattfinden sollten,“ wie es Stadtsprecher Marc André Glöckner formulierte, zeugt von einer gewissen Ahnungslosigkeit. „Als hätten die unser Konzept nicht gelesen“, wundert sich Eisenach. Bürgermeister Günter Beck (Grüne) führte zudem den „Schutz der Grünflächen“ als Absagegrund an, während im amtlichen Absagebescheid „Anwohnerinteressen“ herhalten, es aber „kurzfristig möglich“ sei, den Wintermarkt im Dezember anzubieten. Diese beiden Gründe sind freilich vom Datum unabhängig, darum fragt man sich bei der Musikmaschine: „Warum geht das im Dezember und im Januar nicht?“
 
Inzwischen ist klar: Wo kein Wille, da kein Weg. Die Stadtverwaltung möchte offenbar verhindern, dass die Bürger in diesem Zeitraum zwischen Silvester und Fastnacht auf öffentlichen Plätzen feierlich zusammenkommen. „Das müssen wir akzeptieren“, sagt Eisenach. Auch ohne es zu verstehen.
 

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